Als ich ein Kind war, hing ich mit meinem Vater über der Badewanne und entwickelte 35mm Film, das war spannend, etwa für eine Stunde, ich war ein Kind. Später bekam ich eine Kamera aus Plastik, alles war aus Plastik, auch das Objektiv. Es gab keinen Viewfinder mit dem man Blende oder Focus kontrollieren konnte. Als der erste Film nach zwei Wochen aus dem Labor kam, gab es 36 Bilder auf denen Nichts zu erkennen war. Ich hatte kein Interesse mehr, ich war ein Kind und Taschengeld war rar.

Wenig später kamen die ersten Polaroid Kameras auf den Markt, das war interessant, weil man nach kurzem Warten ein Ergebnis in der Hand hatte. Aber die Dinger waren für mich unerschwinglich und in der Pubertät waren noch so viele andere Sachen spannend. Ich ließ das mit dem Bilder machen sein und wurde Betrachter. In Galerien, Büchern, in Vogue, Harpers und Max. Ich wurde Fan von Peter Lindbergh, Patrick Demarchelier, Steven Meisel, Mario Sorrenti, Marc Lagrange und etlichen mehr.

Mit Mitte dreißig hatte ich zum ersten Mal eine Sony alpha in der Hand und war sofort begeistert von dem WYSIWYG des elektronischen Viewfinders der a99, der Qualität und Brillanz in Verbindung mit den Objektiven von Zeiss. Mit der spiegellosen a7II kamen dann die hochtechnologisierten und fantastischen Zeiss Batis Objektive und Experimente mit vintage Objektiven wie z.B. einem mehr als 55 Jahre alten Carl Zeiss Flektagon 2.8/35.

Jetzt kommt etwas ganz Neues Altes: ishotfilm, analog, Mittelformat, 6×6 Rollfilm, … eine Hasselblad 500 C/M aus dem Jahr 1973 … Freue mich wie ein Kind, Neues zu lernen